ARCHIV


30 JAHRE EUROPÄISCHE ZUSAMMENARBEIT IN DER BERUFLICHEN BILDUNG

Dass die Länder der Europäischen Union im Bereich der Bildung voneinander profitieren, zeigt die bereits dreißig Jährige europäische Zusammenarbeit.  Vom europäischen Austauschprogramm haben in 30 Jahren fast 1,3 Millionen Studierende aus Deutschland profitiert.

 

Anlässlich der Festveranstaltung zum Erasmus-Jubiläum in Berlin am 24. Januar 2017 betonte die Bundesbildungsministerin Frau Prof. Wanka, dass der Austausch zwischen den europäischen Ländern von existenzieller Bedeutung sei. 

 

Auslandsaufenthalte stärken die Persönlichkeit und ermöglichen, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Für viele Jugendliche sind solche Auslandsaufenthalte das erste Mal, dass sie alleine, weit weg von ihrer Heimat in einem anderen Land unterwegs sind. Sprachliche und kulturelle Unterschiede sowie andere Arbeits- und Lebensweisen fordern und fördern die Jugendlichen und stärken neben ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Selbständigkeit auch ihre Fachkompetenzen.

 

Das Berufsbildungspersonal hat im Rahmen des Erasmus+ Programms auch die Möglichkeit über die Schultern ihrer Kollegen in Europa zu schauen und durch Hospitationen oder Studienbesuche an einer kreativen und spannenden Weiterbildung teilzunehmen. Wie es die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Fr. Dr. Eisenmann während der Festveranstaltung betonte, „schauen, was andere Kollegen machen, schadet nie.“

 

CorEdu wünscht dem europäischen Programm Erasmus+ eine kreative, spannende, vielseitige und bereichernde Zukunft!

 

Weitere Informationen über das Programm Erasmus+ finden Sie auf der Internetseite der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA BIBB) hier. Sollten Sie Fördermöglichkeiten für Auslandsaufenthalte außerhalb von Europa suchen, so finden Sie diese in der Datenbank der IBS – Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung hier.

 

Die Gründe für und der Mehrwert von Auslandsaufenthalten stellt Ihnen das bundesweites Programm Berufsbildung ohne Grenzen hier sehr anschaulich zur Verfügung. Für eine persönliche Beratung kontaktieren Sie uns unter info@coredu.de. Wir sind eine von der NA BIBB offiziell gelistete und durch das bundesweite Programm Berufsbildung ohne Grenzen geförderte Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in Leipzig.



bilaterale berufsbildungskooperation im rahmen der grenzüberschreitenden mobilität

Lernaufenthalte im Ausland werten die Ausbildung der Lehrlinge auf und erhöhen ihre Chancen am Arbeitsmarkt. Im Rahmen eines Praktikums im Ausland erlangen, vertiefen oder stärken Lehrlinge nicht nur ihre sprachlichen und sozialen Kompetenzen, sondern lernen neue Arbeitstechniken, unternehmensspezifische Arbeitsabläufe kennen und erweitern auch ihre Fachkompetenzen.

 

Durch bilaterale Schulpartnerschaften gelingt die Planung und Durchführung von Auslandsaufenthalten gezielter, indem die Möglichkeiten der aufnehmenden Einrichtung, der Bedarf und die Anforderungen an den Lehrling dank der engen Zusammenarbeit intensiver erfasst werden können. Die Entwicklung und Abstimmung von avisierten Lernergebnissen für ein konkretes Auslandspraktikum sowie die Festlegung von Dokumentations- und Bewertungsmethoden schaffen mehr Transparenz und sichern die Nachhaltigkeit des erworbenen Wissens, der Fähigkeiten und der Kompetenzen.

 

Ein gutes Praxisbeispiel für bilaterale Austauschpraktika mit Lernergebnisorientierung liefert die Deutsch-Polnische Berufsbildungskooperation, welche durch den Deutsch-Polnischen Ausschuss für Bildungszusammenarbeit initiiert wurde.

 

Im Rahmen eines Vertiefungsseminars zur Deutsch-Polnischen Berufsbildungskooperation wurden mögliche Lernergebniseinheiten entwickelt und abgestimmt, welche im Rahmen der berufsbezogenen Schülerpraktika in den Bereichen Gastronomie, Elektro- und Kfz-Berufe zwischen deutschen und polnischen Berufsschulen erreicht werden sollen. Bewertungs- und Dokumentationsmethoden wurden sowohl mit deutschen als auch mit polnischen Fachlehrkräfte abgestimmt. CorEdu begleitete den Workshop zur Entwicklung von Lernergebniseinheiten und Lernergebnissen für konkreten Lernaufenthalte.


azubi & studientage leipzig

Am 4. und 5. November fand die Azubi & Studienmesse in Leipzig statt. Mehr als 9.200 Besucher informierten sich über die aktuellen Angebote im Bereich der beruflichen Ausbildung. In der Zusammenarbeit mit Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung (IBS) stellte CorEdu ihre neuen Angebote „Azubi on Tour“ und „Move on Berufsbildungspersonal“ vor.

 

Das Programm „Azubi on Tour“ ermöglicht Auszubildenden und jungen Fachkräften einen mindestens zweiwöchigen Auslandsaufenthalt in den Bereichen Gastronomie, Konditorei und Tourismus in einem der Europäischen Ländern zu absolvieren.

 

Das Programm „Move on Berufsbildungspersonal“ spricht Ausbilder, Berufsschullehrer, Berufsschulleiter und Ausbildungsberater an. Das Programm ermöglicht einen mindestens dreitägigen Auslandsaufenthalt zu diversen Themen in der beruflichen Ausbildung.

 

Bei einer Interessenbekundung können Sie uns gern kontaktieren. Die Stipendien für die oben genannten Programme werden im Rahmen des Erasmus+ Programms angeboten.

 

Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten und Stipendien für einen Auslandsaufenthalt in und außerhalb Europas sind in der Datenbank der IBS zu finden.


Verstehen ist nicht gleich verstanden

Unter dem Motto „Vielfalt im Beruf“ fand eine Weiterbildungsreihe mit angehenden Erzieher*innen an diversen sächsischen Berufsschulen statt. Durch den Einsatz von unterschiedlichsten interaktiven Methoden wurden in der Zusammenarbeit mit WeltOffen e.V. Szenarien aus dem Alltag eines Erziehers herausgegriffen, gemeinsam mit den Teilnehmer*innen die Herausforderungen reflektiert und im Anschluss Handlungsmöglichkeiten erarbeitet.


Qualitätssicherung in der grenzüberschreitenden mobilität durch ecvet

Am 11. und 12. Oktober 2016 fand eine Veranstaltung zur Qualitätssicherung in der grenzüberschreitenden Mobilität in Fredericia, Dänemark statt. Auf Einladung der Danish Agency for Higher Education präsentierte Fr. Dr. Csepe-Bannert in ihrer Funktion als ECVET-Expertin im nationalen Team der ECVET-Experten die Qualitätsanforderungen an die grenzüberschreitende Mobilität mit ECVET.

 

Lernaufenthalte im Ausland bieten den Teilnehmenden Gelegenheit, ihre Ausbildung aufzuwerten und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Die während einer Mobilität erworbenen beruflichen, sozialen und vor allem auch sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen sind von Arbeitgebern gefragt. Sie sollten daher verständlich beschrieben und im Herkunftsland anerkannt werden. Daher gilt der Qualitätssicherung aller Phasen vor, während und nach der Mobilität besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

 

Weiterhin stellte Fr. Csepe-Bannert das ECVET-Siegel, das als Auszeichnung für die vorbildhafte Anwendung von ECVET-Instrumenten vergeben wird, in Fredericia vor. Die Initiative der NA beim BIBB, der Nationalen Koordinierungsstelle ECVET und des Nationalen Teams von ECVET-Expertinnen und Experten gilt Europaweit als eine innovative Methode, gute Praxisbeispiele öffentlichkeitswirksam zu würdigen.

 

 

Weitere Informationen zum ECVET Siegel finden Sie hier.


Förderung der kulturellen vielfalt durch pflege von minderheitenkulturen

 

Im Rahmen der Bildungsreise im September 2016 besuchten elf  Teilnehmer*innen einen integrativen Kindergarten in Budapest. Das Kindergartenkonzept umfasst neben der kreativen und musikalischen Förderung der Kinder auch die Integration der Minderheitenkultur der Roma in die ungarische Kultur. Durch Musik, Tanz und „Storytelling“ sowie durch Dialog und Austausch lernen die Kinder die Kultur der Roma sowie die der Ungarn kennen. Im Sinne der Inklusion haben jedoch auch die ungarischen Kinder die Möglichkeit, die vielseitigen Angebote gemeinsam zu nutzen. „Wir streben an, die Kultur der Roma und die ungarische Kultur in beide Familien zu bringen und so die Kinder wie auch die Eltern für die unterschiedlichen Kulturen zu sensibilisieren“ – erklärt Herr Balog, Erzieher des Kindergartens.

 

„Viele Eltern haben leider nicht die Möglichkeit, die Zeit oder das Wissen, ihren Kindern die Roma Kultur in ihren vollen Zügen zu vermitteln. In vielen Fällen wird die Romani Sprache in den Familien auch nicht mehr gesprochen und dadurch schwindet auch ein gewisses Bewusstsein für die eigene Kultur.“ – sagt Herr Balog.

 

Durch die Vermittlung der Roma Kultur soll nicht nur das Bewusstsein der Kinder für die Roma Kultur gestärkt werden, sondern ihre Selbstständigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Wahrnehmungsfähigkeit, Kontaktfreudigkeit und ihre fein- und grobmotorischen Fähigkeiten. „Unser Ziel ist es, dass bereits Kinder sich ihrer Minderheitenkultur bewusst gegenüberstehen und sich nicht dafür schämen“ sagen die Erzieher des Kindergartens. Kulturelle und sprachliche Unterschiede werden durch diverse pädagogische Konzepte mit in den Alltag integriert und mit allen Kindern reflektiert.

 



Bildungsurlaub in Budapest – Ungarn

 In der Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung fanden im September und Oktober 2016 Bildungsreisen in Budapest, Ungarn statt. Die Schwerpunkte der Bildungsurlaube waren „vom Umgang mit Demokratie“ sowie die „nationale und europäische Identität in Ungarn“. Die Teilnehmer*innen besuchten verschiedene Institutionen und Organisationen, u.a. den Roma Educational Fund, die Friedrich Ebert Stiftung, Greenpeace Magyarország, die Andrássy Universität oder das Community Radio Civil und Tilos Rádió. Neben dem Austausch zu den o.g. Themen besuchten die Teilnehmer*innen das Parlament, die Synagoge im jüdischen Viertel und nahmen an einem Hungaricum-Tour teil.

 



berufsbildung ohne grenzen

Was macht Eduardo zum besten Koch von Spanien? Was kann Francois, was dem französischen Croissant dem himmlischen Duft verleiht? Was verbirgt sich hinter der fröhlichen griechischen Lebensweise und Gastfreundschaft? Welche Praktiken und Erfahrungen hat Valentino, die ihm zum besten Maßschneider von Mailand macht? Und nicht zuletzt: was verbirgt sich hinter der Tradition der Budapester Schuhe?

 

Das alles ist kein Geheimnis mehr. Im Rahmen eines Praktikums in Europa hast du als Auszubildende die Möglichkeit, die Geheimnisse der Länder, das Wissen und die Erfahrungen ihrer Fachleute hautnah kennen zu lernen und dieses Wissen und diese Praktiken selbst zu erlernen.  Im Rahmen eines geförderten Auslandspraktikums hast Du die Möglichkeit, einen Teil der Ausbildungszeit im Ausland zu verbringen.

 

Die bundesweite Initiative Berufsbildung ohne Grenzen ermöglicht es CorEdu ab 1. Juli 2016, Dich auf deinem Weg in ein Auslandspraktikum zu begleiten. Solltest Du Interesse an einem Auslandspraktikum haben oder solltest Du weitere Fragen haben, melde dich bei uns.


Klasse ausbildung statt massenausbildung!

Zwölf angehende Friseure aus Shanghai haben einen Lehrgang im Juli in Leipzig absolviert. Neben den Themen wie Grundschnitte und Arbeitsplanung erlernten die Schüler verschiedene Wickeltechniken und Flechtfrisuren. Neben der fachlichen Weiterbildung stand auch ein umfangreiches kulturelles Programm auf dem Plan. Sie besuchten Berlin und Dresden, probierten sächsische Spezialitäten und lernten die Geheimnisse der Herstellung des traditionellen Lebkuchens kennen. CorEdu dankt für die gute Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer zu Leipzig.

 

 „Die Ausbildung in Kleingruppen hat mir besonders gut gefallen, weil so die Ausbilderinnen auf unseren individuellen Lernbedarf eingehen konnten.“

 

„Das Leben in Leipzig schient mir entspannter zu sein als in Shanghai. Die Menschen arbeiten viel, aber sie nehmen sich auch viel Zeit, um sich zu entspannen. Das finde ich gut.“

 

„Das Grillen im Park hat mir sehr gut gefallen. Die frische Luft, die grüne Wiese und der blaue Himmel sind all das, was mich später an die Zeit in Deutschland auf jeden Fall erinnern werden.“



bildungspersonal für die binationalen berufsbildungstausche qualifizieren

Im Rahmen der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in der Berufsbildung wurde mit Deutschen und Polnischen Schulleiter über den Einsatz des Europäischen Leistungspunktesystems  (ECVET) in der binationalen Berufsbildungszusammenarbeit diskutiert.  CorEdu als Mitglied im Nationalen Team der ECVET-Experten versorgte die Teilnehmerinnen mit aktuellen, praktischen Hinweisen für die Umsetzung des ECVET-Ansatzes in der grenzüberschreitenden Mobilität von deutschen und polnischen Auszubildenden.


interkulturelles ist nichts neues!

Dass es um uns herum immer mehr verschiedene Sprachen gesprochen werden, ist nicht neu. Dass die Multikulturalität in unsrem Alltag nicht nur durch verschiedenen kulinarischen Besonderheiten Einzug gefunden hat, ist auch nicht neu. Dass der Umgang mit verschiedenen Kulturen, Sprachen und Gewohnheiten eine gewisse Sensibilität von uns verlangt, ist auch nicht neu. Diese „alten“ Themen wurden mit Schülern in einem „neuen“ Licht vom Hintergrund der aktuellen Flüchtlingslage in Deutschland aus einer globalen Perspektive in diversen Berufs- und Mittelschulen behandelt und diskutiert.



ab ins ausland! - wie auslandspraktika die berufsbildung attraktiver machen!

Unter diesem Motto fand die Weiterbildung für Ausbildungs- und Mobilitätsberater am 09. Mai 2016 in der Kooperation mit der DIHK Service GmbH in Hamburg statt.  Eine der Ziele der Weiterbildung war es, Informationen über die Möglichkeiten und Vorzüge von Auslandsaufenthalte für Auszubildenden während der Ausbildung und für Ausbilder zu geben. Ein weiterer Schwerpunkt der Weiterbildung war, Strategien und Werkzeuge zu vermitteln, um Auslandspraktika als einen wesentlichen Bestandteil der betrieblichen Ausbildung in die Ausbildungsstrategie des Unternehmens zu integrieren.